Holzvergaserkessel
Holzvergaserkessel ermöglichen eine besonders effiziente und umweltfreundliche Holzverbrennung. Diese erfolgt in drei Schritten: zuerst muss dem Holz durch hohe Temperatur die Restfeuchtigkeit entzogen werden, danach wird es vergast und schließlich verbrannt.
Funktionsweise des Holzvergaserkessels
Der Holzvergaserkessel wird mit Scheitholz befeuert. Dieses befindet sich auf einer Brennerplatte, die den Kessel in eine Oberkammer und eine Unterkammer teilt. Die Unterkammer wird dazu genutzt, das Holz anzufeuern. Unter Temperatureinwirkung verdampft aus dem Holz die restliche Feuchtigkeit und im nächsten Schritt setzt dann die Holzvergasung ein. Für die Verbrennung der leichten Gasbestandteile reichen bereits die Temperaturen in der Oberkammer aus. Der Rest strömt in die Unterkammer, in der Temperaturen über 1000°C erreicht werden, und wird dort verbrannt. Doch alleine könnten die heißen Gase nicht in die Unterkammer gelangen. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften würden sie nach oben steigen und somit ungenutzt bleiben. Um dies zu verhindern, wird in den Holzvergaserkesseln ein hitzeresistenter Ventilator eingebaut. Die Abgase werden aus der Unterkammer an den Außenwänden entlang zum Abgasanschluss geleitet.
Effizienz
Da Holzvergasung und Holzgasverbrennung zeitlich und räumlich voneinander getrennt stattfinden, arbeiten die Holzvergaserkessel besonders effizient und erzielen einen sehr hohen WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. . Dieser liegt bei ca. 90%, während in einem normalen Brennkessel nur ca. 50-70% erreicht werden.
Pufferspeicher
Verfügt der Holzvergaserkessel über eine Leistung von mehr als 15 kW, so ist gesetzlich ein Pufferspeicher vorgeschrieben. Dieser sorgt für einen optimalen Betrieb des Kessels und trägt somit zum Klimaschutz bei. Der Pufferspeicher besteht aus einem Wassertank, der in der Regel ein Volumen zwischen 1000 und 3000 l hat. Die Wärme des Holzvergaserkessels wird auf das Wasser übertragen und von diesem gespeichert – das Gebäude kann also beheizt werden, ohne dass der Holzvergaserkessel ständig in Betrieb sein muss.
Kosten eines Holzvergaserkessels
Holzvergaserkessel sind nicht gerade billig. Wer diese effiziente Technik nutzen möchte, muss mit Anschaffungskosten in Höhe von 4000 bis 8000 Euro rechnen. Desweiteren müssen Kosten für die Wartung sowie den Schornsteinfeger in die Kalkulation mit einbezogen werden. Zu beachten ist, dass der Einbau eines Holzvergaserkessels mit Förderungen unterstützt wird, die auf staatlicher sowie manchmal auf Länder- und Kommunenebene angeboten werden.
Quellen:
http://www.kaeuferportal.de/stueckholzheizung-kaufberatung/holzvergaserkessel-1471
http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvergaserkessel
http://www.kaminholz-wissen.de/holzvergaser-heizung.php
Der Wert von Jalousien, Rollläden und Co.
Plissees, Jalousien, Lamellen, Rollläden sind weithin als Schutz vor Sonneneinstrahlung und als Anwendungen zur Raumgestaltung bekannt. Doch bei richtiger Anbringung und Verwendung von Jalousien, Rollladen, Lamellen etc. an Fenstern oder Türen kann zudem der Wärmeverlust um bis zu 30% verringert werden.
Der Umfang der WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. hängt von Faktoren wie der Dicke, Form und Material der Anlagen ab.
Wärmebrücken
Besonders nachts und bei fehlender Sonneneinstrahlung sind die Wärmeverluste über die Fenster hoch.
Dies kann mit dem Phänomen der Wärmebrücken, als das sich Fenster häufig herausstellen, erklärt werden. Sie ist eine örtlich begrenzte Fläche eines Außenbauteils, durch das in winterlichen Bedingungen mehr Wärme abfließt als durch eine gleich große Fläche im ungestörten Bereich desselben Bauteils. Diese Wärmebrücken wirken sich beträchtlich auf die thermische Behaglichkeit im Raum und auf einen höheren Energieverbrauch aus.
Wärmepuffer
Das entstehende Luftpolster, beispielsweise zwischen Rollladen und Fenster, kann die Wärme- und somit Energieverluste über das Fenster verringern. Wichtig ist, dass die von innen angebrachten Jalousien oder auch Vorhänge dabei nicht über den Heizkörper reichen.
Beziehung von Produkten
Quellen
http://www.tuerck-ulm.de
http://www.energiesparhaus.at/energie/tipps_heizen.htm
Solarenergie erobert die Welt
Zwei Prozent des deutschen Energiebedarfs wird mit Hilfe von Solarstrom gedeckt. Das klingt vielleicht nach nicht so viel. Man muss aber bedenken, dass sich der Anteil des deutschen Solarstroms allein 2010 verdoppelt hat. Damit ist Deutschland zwar nach wie vor die weltweite Nummer eins in der Installation von Solarleistung, doch viele Länder haben die Vorbildfunktion wahrgenommen und springen auf den Solar-Schnellzug in Richtung einer auberen Zukunft auf.
Malediven: Gefahr unmittelbar erleben
Der Präsident der Malediven hat bei der Installation einer Solaranlage auf dem Dach seines Amtssitzes tatkräftig mitgeholfen. Damit setzte er ein Signal, denn durch den Anstieg des Meeresspiegels, hervorgerufen durch den Klimawandel, droht dem Inselstaat der Untergang. Da sich die Malediven innerhalb der nächsten Jahrzenten vollständig auf eine CO²-freie Energieversorgung umstellen wollen, wird die Solarenergie zunehmend als ein entscheidender Faktor in die Betrachtungen mit einbezogen.
USA: Solarstrom im Büro des Präsidenten
Die Organisation 350.org hat es erreicht, dass das Weiße Haus wieder Solarmodule auf dem Dach installiert bekommt (1979 hatte Präsident Jimmy Carter Module anbringen lassen, die wenig später von Ronald Reagan entfernt wurden). Besonders in den südlichen Staaten der USA boomt bereits die Sonnenenergie. In Arizona soll zudem bis 2014 ein 290-Megawatt starkes Kraftwerk fertig gestellt werden, und wäre damit das größte Solarprojekt der Welt.
Kanada: weiß Gesetze umweltfreundlich zu nutzen
Die kanadische Provinz Ontario hat das deutsche Erneuerbare-Energie-Gesetz beinahe vollständig übernommen um der Bevölkerungen Anreize zur Anschaffung einer Solaranlage zu bieten.
China: Solarmodule bald auch im eigenen Land
Der weltweit größte Hersteller von Solarmodulen „Suntech“ kommt aus China. Er exportiert seine Produkte bisher überwiegend ins Ausland. Doch da China bereit ist, 2010 jährlich ein Gigawatt Photovoltaik im Inland zu installieren, könnte sich dies bald ändern.
Indien: regional und sauber
Indien hat erkannt, dass Off-Grid-Anlagen, Anlagen deren Strom direkt vor Ort verbraucht wird, die Lösung für die Elektrisierung der ländlichen Regionen darstellen könnte. In neuen Schulungszentren lehrt die Regierung auf Grund eines beachtlichen Solarprogramms ihrer Bevölkerung das Know-how.
Frankreich, Italien und Brasilien: der Markt wächst mittels Gebäudeintegrations-Bauweisen und Fußballstadien
In Frankreich und Italien wächst der Anteil von gebäudeintegrierter Photovoltaik. Auch da ein zusätzlicher Bonus, neben der bestehenden Einspeisevergütung, Interesse weckt. Die Energieversorgung stützt sich bisher in Brasilien vordergründig auf Wasserkraft, da Solarenergie als teuer gilt. Dies versucht die brasilianische Organisation America do Sol zu ändern und platziert Solaranlagen dort, wo es viele Brasilianer sehen und berührt: in Fußballstadien. 2014 bekommt das Mineiráo-Stadium eine Solaranlage und ein Stadium in Salvador ein riesiges Sonnenschutzsegel, bestehend aus Modulen.
In Deutschland werden über Limitierungen von Solaranlagen diskutiert während im Rest der Welt die solare Blütezeit erst beginnt.
Quelle: Daniel Becker(2011): Auf der Sonnenseite. Lux. Das Magazin für intelligente Energie.
