Allgemeines zur Wärmeverteilung

Veröffentlicht am 24. Mai 2011 von Denise Krause
Tags: Heizung
Damit eine Heizungsanlage effizient arbeiten kann, ist es sehr wichtig, dass die erzeugte Wärme auch verlustarm zu den verschiedenen Zimmern transportiert werden kann. Auch die Wahl der Heizungen, welche in den Zimmern als Wärmequellen dienen, spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Das Verteilungssystem
Bei dem Transport von Wärme durchs Haus gibt es ein paar grundlegende Faktoren, die es zu beachten gilt: Damit der Wärmeverlust nicht zu groß wird, ist zu empfehlen, dass stets kurze Leitungswege gelegt werden. Auch sollte die Wärme nicht durch unbeheizte Räume geführt werden, da dort der Verlust besonders reichlich ist. Gleiches gilt für das Verlegen der Leitung außerhalb der Gebäudehülle. In Ergänzung zu Heizkörpern mit einem möglichst geringen Wasserinhalt ist ein hydraulischer Wasserabgleich unverzichtbar. Nur so kann jeder Heizkörper mit einer ausreichenden Menge Wasser versorgt werden. Außerdem ist die Dämmung der Leitungen sehr wichtig. Vor- und Rücklaufleitungen müssen unabhängig voneinander isoliert werden und auch mögliche Schwachstellen wie Pumpen, Armaturen und Absperrventile dürfen nicht missachtet werden. Am günstigsten für eine verlustfreie Wärmeversorgung erweist sich ein Zweirohrsystem, welches sich in den jeweiligen Geschossen sternförmig verteilt. Dabei wird jeder Heizkörper individuell eingebunden und kann unabhängig von den anderen erhitzt werden.

Die Wahl der Heizkörper
Die Größe der benötigten Heizkörper wird durch den Wärmeverlust des Zimmers bestimmt. In schlecht isolierten Altbauten sind also größere Heizkörper notwendig als in sogenannten Niedrigenergiehäusern. Außerdem ist für die Wahl der Heizkörper die Vor- und Rücklauftemperatur der Heizung maßgebend. Für Heizungsanlagen, bei denen die Energie nur mit einer geringen Geschwindigkeit fließt, muss mehr Fläche verfügbar sein, um die Wärme an den Raum abzugeben. Dies gilt zum Beispiel für Solaranlagen, Wärmepumpen oder BrennwertkesselHeizkessel mit hohem Wirkungsgrad, der den eingesetzten Brennstoff nahezu vollständig verwertet. Dazu macht sich ein Brennwertkessel zusätzlich die Kondensationswärme des Wasserdampfes der Abgase zu Nutze, die bei herkömmlichen Heizkesseln verloren geht. Die zur Erwärmung notwendige Energie wird so zurückgewonnen. Technisch geschieht dies durch Kondensation des Wasserdampfes aufgrund niedriger Rücklauftemperaturen und der Weitergabe an das Heizsystem. Solch ein Brennwertgerät ist für Gas-, Öl- und Pelletfeuerung verfügbar. , bei welchen sich vor allem Fußboden- oder Wandheizungen am besten eignen würden. Besonders bei diesen Anlagen sind reaktionsschnelle Heizkörper mit geringem Wasserinhalt von großer Wichtigkeit, um bei Bedarf auch zeitnäher regeln zu können.


Vor- und Nachteile von Heizkörpern
Eine Heizplatte (ein sehr schmaler Heizkörper) zeichnet sich durch einen geringen Wasserinhalt, wodurch sie sehr reaktionsschnell ist, und einen hohen Strahlungsanteil aus. Ein Radiator hingegen weist eine höhere Konvektionsrate auf. Diese Heizkörperart ist aber mit einer großen Menge an Wasser gefüllt, weswegen sie nur träge reagiert. Ein Konvektor hat, wie der Name bereits erahnen lässt, nur eine Konvektionsrate. Durch seinen geringen Wasserinhalt ist er darüber hinaus sehr reaktionsschnell. Eine Fußboden- oder eine Wandheizung verfügen über einen hohen Strahlungsanteil. Durch eine hohe Speichermasse reagieren sie aber nur sehr verzögert auf eine Regelung.
Quelle: http://www.mein-haus-spart.de/_database/_data/datainfopool/Heizungstechnik.pdf