Bald Deckelung bei der Solarförderung?
Wenn es nach dem niedersächsischen Umweltminister Sander geht, sollten die Fördermittel für Solarstromanlagen gedeckelt werden. Die Solarenergie in Deutschland dürfe höchstens noch um ein Gigawatt pro Jahr zugebaut werden, so Sander im ZDF-Wissensmagazin Wiso. Andernfalls werde der Verbraucher zu stark belastet. Mit diesen Aussagen hat sich zum ersten Mal ein Politiker in Regierungsverantwortung für eine Deckelung der Kosten bei der Solarförderung ausgesprochen.
Doch auch der Umweltbeirat, welcher das Bundesministerium wissenschaftlich berät, vertritt die Auffassung, dass eine Deckelung der Solarförderung auf ein Gigawatt pro Jahr erforderlich ist. Professor Olav Hohmeyer stellte hierzu fest, dass eine zu frühe Förderung der teuersten Technologie auch einen sehr teuren Ausbau der regenerativen Energien bedeutet.
Und dies, so Hohmeyer, sei weder im Sinne der Photovoltaik
Da es bisher keine Mengendeckelung bei der Solarförderung gibt, wurde 2010 mehr als das zehnfache an Solaranlagen zugebaut und gefördert wie 2008 vorausgesagt wurde. Der Zubau von sieben Gigawatt allein im Jahr 2010 hatte Kosten von ca. 20 Milliarden Euro verursacht. Da die Mehrkosten auf den Strompreis aufgeschlagen werden, muss der Stromkunde diese Entwicklung der Solarstromanlagen-Förderung mittragen.
Es wird deutlich, dass es sich Photovoltaik um die teuerste Form der Ökostrom-Erzeugung handelt. Und dabei macht der Zubau von sieben Gigawatt im vergangenen Jahr lediglich ein Prozent der deutschen Stromerzeugung aus.
Quelle: http://www.sfv.de/artikel/gruene_wollen_pv-wachstum_begrenzen_-_protest_des_sfv.htm
