Der Weg der Wärme – das Prinzip einer Heizung

Veröffentlicht am 28. Mai 2010 von Angela Ruck
Tags: Heizung

Jeder hat sie, jeder benutzt sie: die Heizung. Sie ist kaum mehr wegzudenken aus unserer Welt und verschlingt fast dreiviertel des Energiebedarfs eines Haushaltes. Rechnet man das Warmwasser dazu, verbrauchen sie gemeinsam sogar fast 90% der Energie. Doch damit die Heizung für ein mollig warmes Klima sorgen kann muss sie auch einwandfrei funktionieren.

Heizen in drei Schritten

Damit am Ende das Wohnzimmer im Winter angenehme Wärme verstrahlt, muss der Heizkörper Wärme abgeben. Doch woher nimmt er die?
Ganz am Anfang steht die Erzeugung der Wärme. Das geschieht im Heizkessel. Dank der modernen Brennwerttechnik kann der Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffes nahezu vollständig genutzt werden, d.h. der WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. steigt im Vergleich zu alten Anlagen erheblich.

Als Transportstoff dient Wasser. Dieses wird – idealerweise auf Basis einer Heizlastberechnung – im System per Regelung verteilt. Diese Verteilung erfolgt über das Rohrsystem mit Hilfe von Umwälzpumpen. Dabei sollte beachtet werden, dass die Rohre ausreichend isoliert sind. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern hilft auch Energie und damit Geld zu sparen. Im letzten Schritt wird die Wärme im gewünschten Raum abgegeben. Diese Aufgabe übernimmt der Heizkörper. Wichtig ist, dass dieser über ein voreinstellbares Thermostatventil verfügt. Dieses ist nicht nur für einen hydraulischen Ausgleich nötig, sondern ermöglicht auch eine wunschgenaue Temperatureinstellung in den einzelnen Räumen. Moderne Thermostatventile können sogar so programmiert werden, dass sie zu bestimmten Zeiten des Tages einen Raum auf andere Temperaturen erwärmen als an den restlichen Tag.