Der hydraulische Abgleich

Veröffentlicht am 27. Mai 2010 von Angela Ruck
Tags: Heizung

Anpassung der Volumenströme an die Leistung der Heizkörper.

Alles wird teuer und ein Ende ist nicht in Sicht. Aber schon daheim, in der Heizung, steckt ein großes Sparpotenzial. Denn mit einem einfachen hydraulischen Abgleich kann die Heizungsanlage optimiert und damit nicht nur Energie, sondern auch bares Geld gespart werden.

Was ist ein hydraulischer Abgleich

Unter einem hydraulischen Abgleich versteht man die Einregulierung der Heizung, d.h. die Optimierung der Regelung. Hierbei wird angestrebt jeden Heizkörper (bei festgelegter VorlauftemperaturTemperatur des wärmeübertragenden Mediums nach dem Erhitzen durch eine Wärmquelle, welche in das Verteilersystem eingeführt wird. z.B.: Temperatur des hinfließenden Wassers zur Heizfläche, z.B. Heizkörper (vom Kessel). Bei Fehlen eines Heizungsmischers entspricht sie der Temperatur des Kesselwassers. ) mit exakt der Wassermenge zu versorgen, die benötigt wird um die einzelnen Räume auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Für diesen Zweck muss die gesamte Heizungsanlage durchgeplant und bei Inbetriebnahme überprüft und eingestellt werden. Dies sollte auf jeden Fall von einem Fachmann durchgeführt werden, da dieser über das nötige Know-how verfügt.


Dieses Optimum der Einstellung ist allerdings nur bei gleichbleibenden Bedingungen gewährleistet, d.h. kein Heizkörper dürfte herab- oder abgedreht werden. Da dies jedoch ein sehr unwahrscheinliches Szenario ist, wird die Anlage bei Vollbetrieb abgestimmt.

Auch ein nachträglicher Hydraulischer AbgleichAbstimmung des Wasserdurchflusses durch die Heizungsanlage. Jeder Heizkörper bzw. –kreis soll mit der entsprechend notwendigen Wärmemenge versorgt werden, um die jeweiligen Räume auf Wunschtemperatur zu erwärmen. Bei optimaler Abstimmung sind erhebliche Energieeinsparungen möglich. Hierfür sollte in jedem Heizkreis/ an jedem Heizkörper annähernd der gleiche Druck (gleiche Durchflussmenge) zur Verfügung stehen. Sollte ein hydraulischer Abgleich nicht durchgeführt werden hat dies eine überhöhte oder geringe Wärmeabgabe einzelner Heizkörper, eine ungleichmäßige Durchströmung, störende Strömungsgeräuschen oder einen hohen Pumpenstrom zur Folge. ist möglich. Dafür müssen lediglich die nötigen Armaturen wie beispielsweise voreinstellbare Thermostatventile oder Strangdifferenzdruckregler vorhanden sein.

Anzeichen für eine falsche Einstellung

  • Heizkörper werden nicht warm, während andere glühen
    • Grund: andere Anlagenteile werden überversorgt, „hydraulischer Kurzschluss“
  • Heizkörperventile verursachen Geräusche
    • Grund: Differenzdruck im Ventil zu groß
  • Heizkörperventile und Rohrleitungen geben Geräusche ab
    • Grund: Strömungsgeschwindigkeit zu groß
  • Heizkörperventile schließen und öffnen nicht bei der gewünschten Innentemperatur
    • Grund: zu hoher Differenzdruck
  • Schlechtes Regelverhalten der Thermostatköpfe
  • Heizungsanlage wird mit zu hohen Temperaturen betrieben (als Ausgleich für die Unterversorgung)
  • Leistung der Pumpen zu hoch
  • Verschlechterung des Wirkungsgrades
  • Zu hohe Vor- und Rücklauftemperaturen

Folge: erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und Heizenergie