Energie sparen – mit modernen Fenstern

Veröffentlicht am 01. Oktober 2010 von Kristina Weber
Tags: Wärmedämmung

Fenster müssen so einiges leisten. Sie sollen Licht durchlassen und für gemütliche Atmosphäre im Haus sorgen, stilvoll aussehen und Straßenlärm abschirmen. Doch vor allem sollen sie uns schützen – vor Kälte, Regen oder sommerlicher Hitze. Dank den Fenstern lässt sich außerdem viel kostbare Energie sparen – vorausgesetzt diese sind richtig montiert und entsprechen den heutigen Standards.

In den Fenstern steckt ein echtes Einsparpotential. Sind diese alt und undicht, so heizt man nicht nur sein Zuhause, sondern auch die Luft um das Haus herum. Bei einem Haus gehen durchschnittlich 25 bis 30 % der Wärme durch die Fenster verloren. Und das kann nicht nur teuer werden, sondern schadet auch der Umwelt. Mit modernen energiesparenden Fenstern lässt sich dieses Problem aber leicht lösen.
Die Höhe der Energieverluste ist von der Art des Rahmens, der Verglasung und des Fenstereinbaus abhängig. Wie viel Wärme genau durch ein Fenster verloren geht, kann man dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) entnehmen. Während die einfachverglasten Fenster einen U-Wert von ca. 5 W/qmK aufweisen, liegt der Wärmedurchgangskoeffizient energiesparender Fenster zwischen 0,8 und 1,2 W/qmK. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist also die WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet.. Aber auch ohne den U-Wert kann man leicht feststellen, wenn es an der Zeit ist, eine Modernisierung durchzuführen: zieht es in der Wohnung, so ist dies ein deutliches Signal für Handlungsbedarf.

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Eine andere wichtige Größe, die die Qualität der Fenster beschreibt, ist der Energiedurchlassgrad (g-Wert). Dieser gibt an, wie viel Energie von außen nach innen gelangt. Je höher der g-wert, desto mehr Sonnenwärme kann man über die Fenster gewinnen. Sinnvollerweise sollte man also nicht nur versuchen, die Wärmeverluste zu minimieren, sondern auch darauf achten, dass U- und g-Wert in einem guten Verhältnis zueinander stehen.
Moderne Wärmeschutzfenster bestehen aus mindestens zwei Scheiben, in Passivhäusern werden standardmäßig Dreifachverglasungen verwendet. Zwischen den Scheiben befindet sich eine Edelgas-Füllung (z.B. Argon oder Krypton), es gibt aber auch Varianten mit Vakuum. Die äußere Scheibe ist mit einer Funktionsschicht bedeckt, die nur kurzwellige Sonnenstrahlen durchlässt und die langwelligen reflektiert. Dank diesem Prinzip bleibt es in der Nähe von Fenstern unabhängig von Außentemperaturen immer angenehm warm. Die Wärme kann sich gleichmäßig im Raum verteilen und das sorgt für mehr Behaglichkeit. Ein weiterer positiver Effekt moderner Fenster: der Straßenlärm lässt sich deutlich besser abschirmen, was den Wohnkomfort zusätzlich erhöht.

Wie viel Scheiben ein eingebautes Fenster hat, kann man ganz leicht mit einem kleinen Test prüfen. Dazu muss man einfach ein Feuerzeug raumseitig in einem geringen Abstand vor das Fenster halten. In der Fensterscheibe sieht man dann die Flammenreflexionen. Und ihre Anzahl entspricht der Zahl der Scheiben.
Eine Schwachstelle stellten lange Zeit die Rahmen dar, da durch sie viel warme Luft entweichen konnte. Inzwischen sind Wärmedurchgangskoeffizienten zwischen 1,1 und 0,7 W/m²K erreichbar. Auch der Glaseinstand –die Auflagertiefe des Glases auf dem Verglasungsprofil – spielt eine wichtige Rolle. Dieser sollte tief genug sein, wenn die Wärmeverluste im Glasrandbereich minimiert werden sollen. Außerdem lässt dies keine Chance für die Kondensationsbildung im Randbereich.
Die Rahmen sind in Holz, Aluminium oder Kunststoff erhältlich, wobei man beachten muss, dass Holz und Kunststoff weniger Wärme nach außen abgeben, als vergleichbare Metallrahmen. Außerdem sollte man folgende Aspekte berücksichtigen:
- Bei den Holzrahmen ist ein Schutzanstrich erforderlich. Dieser muss je nach Witterung unterschiedlich oft erneuert werden. Als Materialien für die Holzrahmen dienen meistens Fichte, Eiche oder Kiefer.
- Kunststoffrahmen bestehen oft aus PVC. Manchmal wird zur Verbesserung der Stabilität ein Metallkern eingebaut.
- Aluminiumrahmen sind besonders langlebig, Wartungen sind meistens nicht nötig. Da die Metalle aber bessere Leitfähigkeit als Holz oder Kunststoff haben, ist die WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. bei solchen Rahmen entsprechend geringer.

Auch die Rollläden haben eine Wärmeschutzfunktion und helfen besonders im Winter, warme Luft in der Wohnung zu halten. Die alten Rollladenkästen können allerdings eine Wärmebrücke darstellen. Bei der Sanierung sollte man sie also ebenfalls unbedingt erneuern.
Mindestens genauso wichtig wie eine gute Verglasung ist die perfekte Isolation. Wärmeschutzfenster müssen gut in das Mauerwerk eingesetzt werden - dadurch vermeidet man das Entstehen von Wärmebrücken. Ersetzt man seine alten Fenster durch hochwertigere energiesparende Varianten, so ist in den meisten Fällen auch eine Dämmung der Fassade sinnvoll. Der Temperaturunterschied zwischen den Fenstern und den kalten Wänden kann nämlich eine Feuchtigkeitsbildung zur Folge haben. Und dadurch erhöht sich das Schimmelrisiko. Außerdem gilt: je dichter die Fenster, desto intensiver sollte man lüften.
Für den Einbau neuer Fenster erhält man eine finanzielle Unterstützung der KfWKreditanstalt für Wiederaufbau. KfW ist eine staatliche Bank und bietet unter anderem zahlreiche Förderprogramme in Bereichen Bau, Wohnen und Energie. Gefördert wird z.B. die energetische Gebäudesanierung, Modernisierung von Wohnräumen oder der Bau von energiesparenden Gebäuden.. Neben Materialkosten werden die Kosten der Handwerksleistungen für die erforderlichen Arbeiten gefördert. Außerdem sind die Handwerkerleistungen steuerlich absetzbar. Die energiesparenden Fenster werden von vielen Herstellern angeboten (z.B. UNILUX, WERU, VELUX, Stabil, Josko oder Internorm). Wer Energie sparen und den Wohnkomfort erhöhen will, hat also eine große Auswahl.