Holz – ein kostbares Gut

Veröffentlicht am 27. April 2010 von Angela Ruck
Tags: Holzheizung

Rohstoffherkunft Holz

Nach einer jahrzehntelangen Abholzung der Wälder ohne Rücksicht auf Flora und Fauna, wird dem Holzabbau heutzutage besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Man möchte bereits entstandene Schäden kompensieren und Neue möglichst verhindern. Aufgrund dessen gibt es neben der klassischen Brennholzherstellung auch einige alternative Möglichkeiten umweltschonend Holz zu gewinnen und für die heimische Heizung einzusetzen.

Gewinnmöglichkeiten Holz

Zum einen gibt es das sogenannte Schwachholz. Dies fällt bei den Durchforstungsmaßnahmen, welche in zyklischen Abständen durchgeführt werden, an. Dabei handelt es sich um das Holz von konkurrierenden, minderwertigen oder gar kranken Bäumen, die entfernt werden mussten. Der Brennstoff wird entweder in Form von Hackschnitzeln (Vollbaumnutzung, mit Feinästen, meist ohne Nadeln) oder stückigem Brennholz (Aufarbeitung, Entfernung des Reisholzes) an die Haushalte weitergegeben.

Das Waldrestholz besteht aus den Teilen des Baumes, die weder industriell noch anderweitig Verwendung finden. Von diesem sog. Schlagabraum können Kronenmaterial oder kurze Stammabschnitte zu Hackschnitzeln oder Scheitholz aufgearbeitet werden.
Eine weitere Art Brennholz zu gewinnen, sind Be- und Verarbeitungsrückstände der Holzindustrie. Hierbei konkurriert allerdings die energetische Nutzung mit den stofflichen Verwendungsmöglichkeiten, weshalb die Ausbeute meist gering ausfällt und lediglich Schwarten und Spreißel bisweilen zu Scheitholz aufgearbeitet werden.

Des Weiteren gibt es Reststoffe der Landschaftspflege. Hierbei handelt es sich um Holz das bei Pflegearbeiten oder Baumschnittaktivitäten anfällt. Da dieses in vielen Fällen allerdings aufgrund von Verschmutzungen eine verminderte Brennstoffqualität aufweist, ist der Einsatz eher selten.

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Zu guter Letzt findet das evtl. mehr bekannte Altholz oftmals Verwendung. Altholz ist das Holz, welches am Ende einer stofflichen Nutzung anfällt, d.h. wenn es aus dem Prozess ausscheidet. Aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten ist hier anfallender Brennstoff oftmals durch Fremdstoffe belastet. Lediglich Altholz der Klasse A I darf in Kleinfeuerungen bis 1000 kW verwendet werden.

In Betracht gezogen werden mittlerweile auch Festbrennstoffe aus der Landwirtschaft wie Nebenprodukte und Körner (Stroh, Heu) oder Energiepflanzen. Viele Techniken und Verfahren zur Nutzung dieser Brennstoffe sind allerdings noch nicht vollständig ausgereift, haben sich nicht durchgesetzt oder werden durch das Gesetz eingeschränkt.

Doch unbestritten ist, dass Holz auf unterschiedlichste Weise als Brennmaterial verwendet werden kann. So vermag es als Scheitholz, Hackgut oder in Form von PelletsPellets, auch Holzpellets genannt, sind zylindrische, genormte Presslinge mit einem Durchmesser von 4 bis 10mm. Sie werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz hergestellt, wobei keine chemischen Bindemittel zum Einsatz kommen. in einer Pelletheizung für gesunde und komfortable Wärme zu sorgen.

Quelle:

Dr. agr. Hans Hartmann; Dipl.-Ing. (FH) Klaus Reisinger; Dipl. Ing. agr. Klaus Thuneke; Dipl. Forstwirt Dipl. Ing. (BA) Alexander Höldrich; Dipl. Phys. Paul Roßmann; Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (Hrsg.) : Handbuch Bioenergie Kleinanlagen. 2. Auflage, 2007. – S. 18 ff