Holzvergaserkessel

Veröffentlicht am 14. Februar 2011 von Kristina Weber
Tags: Heizung

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Holzvergaserkessel ermöglichen eine besonders effiziente und umweltfreundliche Holzverbrennung. Diese erfolgt in drei Schritten: zuerst muss dem Holz durch hohe Temperatur die Restfeuchtigkeit entzogen werden, danach wird es vergast und schließlich verbrannt.

Funktionsweise des Holzvergaserkessels

Der Holzvergaserkessel wird mit Scheitholz befeuert. Dieses befindet sich auf einer Brennerplatte, die den Kessel in eine Oberkammer und eine Unterkammer teilt. Die Unterkammer wird dazu genutzt, das Holz anzufeuern. Unter Temperatureinwirkung verdampft aus dem Holz die restliche Feuchtigkeit und im nächsten Schritt setzt dann die Holzvergasung ein. Für die Verbrennung der leichten Gasbestandteile reichen bereits die Temperaturen in der Oberkammer aus. Der Rest strömt in die Unterkammer, in der Temperaturen über 1000°C erreicht werden, und wird dort verbrannt. Doch alleine könnten die heißen Gase nicht in die Unterkammer gelangen. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften würden sie nach oben steigen und somit ungenutzt bleiben. Um dies zu verhindern, wird in den Holzvergaserkesseln ein hitzeresistenter Ventilator eingebaut. Die Abgase werden aus der Unterkammer an den Außenwänden entlang zum Abgasanschluss geleitet.

Effizienz

Da Holzvergasung und Holzgasverbrennung zeitlich und räumlich voneinander getrennt stattfinden, arbeiten die Holzvergaserkessel besonders effizient und erzielen einen sehr hohen WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. . Dieser liegt bei ca. 90%, während in einem normalen Brennkessel nur ca. 50-70% erreicht werden.

Pufferspeicher

Verfügt der Holzvergaserkessel über eine Leistung von mehr als 15 kW, so ist gesetzlich ein Pufferspeicher vorgeschrieben. Dieser sorgt für einen optimalen Betrieb des Kessels und trägt somit zum Klimaschutz bei. Der Pufferspeicher besteht aus einem Wassertank, der in der Regel ein Volumen zwischen 1000 und 3000 l hat. Die Wärme des Holzvergaserkessels wird auf das Wasser übertragen und von diesem gespeichert – das Gebäude kann also beheizt werden, ohne dass der Holzvergaserkessel ständig in Betrieb sein muss.

Kosten eines Holzvergaserkessels

Holzvergaserkessel sind nicht gerade billig. Wer diese effiziente Technik nutzen möchte, muss mit Anschaffungskosten in Höhe von 4000 bis 8000 Euro rechnen. Desweiteren müssen Kosten für die Wartung sowie den Schornsteinfeger in die Kalkulation mit einbezogen werden. Zu beachten ist, dass der Einbau eines Holzvergaserkessels mit Förderungen unterstützt wird, die auf staatlicher sowie manchmal auf Länder- und Kommunenebene angeboten werden.

Quellen:
http://www.kaeuferportal.de/stueckholzheizung-kaufberatung/holzvergaserkessel-1471
http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvergaserkessel
http://www.kaminholz-wissen.de/holzvergaser-heizung.php