Holzvergaserkessel: Technik

Veröffentlicht am 20. Juli 2011 von Matthias Steinkirchner
Tags: Holzvergaserkessel, Heizung, Wissenswertes

Vielen sind Holzvergaserkessel und die Wirkungsweise von Holzvergaserkesseln nicht bekannt. Diese Heizkessel zeichnen sich gegenüber normalen Stückholzkesseln durch eine ausgefeiltere Technik aus. Holzvergaserkessel sind somit eine durchaus lukrative Alternative zu diesen.

Beispiel für eine lohnenswerte Investition in einen Holzvergaserkessel:

Folgend wird die Arbeitsweise und Technik eines solchen Holzvergaserkessels näher erklärt.

Verbrennung

Der signifikanteste Unterschied zwischen Holzvergaserkesseln und gewöhnlichen Stückholzkesseln besteht darin, dass bei Holzvergaserkesseln die beiden Stufen der Holzverbrennung separat stattfinden. Der Kessel wird durch eine sogenannte Brennerplatte in eine Ober- und in eine Unterkammer geteilt. Das Brennholz, welches durch eine Öffnung in den geschlossenen Kessel eingeführt werden kann, liegt auf der Brennerplatte. Dort wird dem Holz durch die hohen Temperaturen im Holzvergaserkessel die Restwärme entzogen und erste Gase werden bereits verbrannt. Diese Verbrennungsgase transportieren noch unverbrannte Gasbestandteile durch die auf der Brennerplatte liegende Schicht von Holzkohle und schließlich durch die Brennerplatte in die Unterkammer. Dort, in der eigentlichen Brennkammer, verbrennen bei Temperaturen um 1100°C sogar schwer verbrennbare Anteile der Holzgase. Der Brennvorgang findet bei Holzvergaserkesseln also von oben nach unten statt. Deshalb werden diese Öfen auch Sturzbrandöfen genannt.

Abgase

Da die heißen Gase im Holzvergaserkessel sofort wieder nach oben steigen würden, sorgt ein eingebautes Gebläse dafür, dass die Abgase durch ein eigenes Rohr vorbei an der Oberkammer zum Abgasanschluss geleitet werden. Durch die verbesserte Verbrennungstechnik wird eine im Vergleich zu anderen Festbrennstoffkesseln verminderte Schadstoffemission und ein erhöhter WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. erreicht.

Pufferspeicher

Wegen der Bundesimmissionsschutzverordnung ist in Deutschland bei Holzkesseln über 15 Kilowatt Leistung ein Puffer vorgeschrieben. Je Kilowatt Nennleistung muss die Größe des Speichers mindestens 25 Liter betragen. In der Praxis empfiehlt es sich sogar, diesen Wert zu überschreiten: Die Förderrichtlinien der BAFA beispielsweise schreiben eine Größe von mindestens 55 Liter pro Kilowatt vor. Bei dieser Größe dient der Pufferspeicher dem Umweltschutz und erhöht den Heizkomfort, da der Kessel nicht ununterbrochen befeuert werden muss.
Abschließend lässt sich die Technik von Holzvergaserkesseln als durchaus effizient bezeichnen. Auch wenn Holzvergaserkessel derzeit von bundesweiten Förderprogrammen ausgenommen sind, kann durch sie bares Geld gespart werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvergaserkessel