Integrierte Photovoltaik-Anlagen: Forderung nach gesonderten Vergütungsregeln

Veröffentlicht am 21. Juni 2011 von Denise Krause
Tags: Erneuerbare Energien
Es besteht ein Vorschlag der Fachgruppe Bauwerkintegrierte Photovoltaik im Bundesverband Bausysteme e.V. hinsichtlich bauwerkintegrierte Photovoltaik -Anlagen im EEG.

Hierzu muss man wissen, dass der bauwerkintegrierten Photovoltaik eine besondere Bedeutung zukommt. Sie hat ein äußerst hohes Innovationspotential, ist dezentral und erlaubt eine Wertschöpfung vor Ort für die Photovoltaik-Branche.

Die bisherigen Vergütungsregelungen unterscheiden jedoch nicht zwischen Photovoltaik-Anlagen, welche als Aufbaulösungen nachträglich, meistens auf dem Dach, installiert werden und den architektonisch anspruchsvollen und integrierten Photovoltaik-Anlagen an einem Gebäude. Weitere Funktionen wie z.B. Wetter-, Sonnen-, Lärmschutz, Raumabschluss oder Absturzsicherung zeichnen diese integrierten Anlagen, neben der Basisfunktion der Umwandlung von Sonnenlicht in Energie, aus.

Da das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) aktualisiert werden soll hat die Fachgruppe Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) von der renommierten Stiftung Umweltenergierecht in Würzburg eine Vergütungsregelung ausarbeiten lassen. Sie soll für den Investor, Anwender und Nutzer eine auskömmliche Kosten-/Nutzenrechnung ermöglichen. Um die Nutzung Erneuerbare EnergienEnergien aus Quellen, die sich kurzfristig regenerieren. Im Gegensatz zu fossilen Ressourcen stehen erneuerbare (auch regenerative) Energien unbegrenzt zur Verfügung. Dazu gehören vor allem die Wind- und Sonnenenergie, die Wasserkraft, die Geothermie sowie die Energie, die durch Gezeiten entsteht. Auch die aus der Biomasse gewonnene Energie zählt zu regenerativen Energien. durch die Aufnahme der BIPV zu erhöhen und die Architektur deutlich attraktiver zu gestalten wurde der ausgearbeitete Vorschlag politischen Gremien und Institutionen vorgelegt.

Da der NutzungsgradKennzahl zur Beurteilung der Effizienz von Wärmepumpen. Der Nutzungsgrad ist ein Maß über die tatsächlich aufgewendete Energie. Dabei wird er nicht zeitpunktbezogen bestimmt, sondern über das ganze Jahr hinweg. Daher liegt er auch meist über dem Wirkungsgrad, da in der gesamten Heizperiode das Einhalten des optimalen Betriebszustands nicht gegeben ist. und Ertrag der bauwerkintegrierter Photovoltaik-Anlagen im Hinblick auf die Gebäudeausrichtung meist geringer ist als bei optimiert ausgerichteten Standardanlagen fordert die Fachgruppe Bauwerkintegrierte Photovoltaik mit ihrem Vorschlag ein 10%ige Erhöhung für dachintegrierte Anlagen. Auf Grund der geringen Einstrahlung bei Außenwänden fordert die Fachgruppe in diesem Fall eine Erhöhung der Vergütungssätze um 30% gegenüber den derzeitigen Regelungen.
Eine frühere Studie hatte bereits ergeben, dass in Deutschland rund 3.000 km² Gebäudefläche für integrierte Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung stehen. Auf lange Zeit gesehen kann mit diesem enormen volkswirtschaftlichen Potential eine Vielzahl von Arbeitsplätzen für Bau- und Photovoltaik-Branche geschaffen werden.

http://www.bv-bausysteme.de/