Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erleichtert das Energiesparen

Veröffentlicht am 09. November 2010 von Kristina Weber
Tags: Wissenswertes

Lüften ist für den Wohnkomfort und die Gesundheit unerlässlich. Allerdings geht beim Lüften viel Energie verloren. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hilft dabei, den Energieverbrauch zu senken, ohne dass man auf die frische Luft verzichten muss.

Eine Lüftungsanlage hat vor allem für Niedrigenergie- und Passivhäuser eine große Bedeutung. Sie funktioniert nach einem einfachen Prinzip: den Wohnräumen wird frische Luft zugeführt, während gleichzeitig verbrauchte Innenluft nach draußen transportiert wird. Dabei geht die Wärme der Abluft nicht verloren, sondern wird von einem WärmetauscherWärmetauscher (auch Wärmeübertrager) ist ein Gerät zur Übertragung der Wärme von einem Material auf ein anderes. Wärmetauscher ist ein wichtiger Bestandteil der Heizungstechnik und erwärmt z.B. das Brauchwasser oder das Wasser für die Heizungen. Die Wärmeübertragung kann auf drei unterschiedliche Weisen erfolgen: - direkt: die Stoffe kommen in Kontakt miteinander. - indirekt: die Stoffe sind durch eine wärmedurchlässige Wand getrennt. - halbdirekt: thermische Energie wird mit Hilfe eines Wärmespeichers übertragen. Dieser wird von zwei Stoffen abwechselnd erwärmt und gekühlt. auf die Frischluft übertragen. Die neue Luft gelangt also bereits vorgewärmt ins Zimmer und man kann Heizenergie sparen. Dank den speziellen Filtern kann die Luft außerdem gereinigt werden und kommt staub- und pollenfrei ins Haus – ein Vorteil, von dem insbesondere die Allergiker profitieren.
Bei der Lüftungsanlage muss man sich keine Gedanken über Schimmel und Keime machen. Da sie im Gegensatz zu einer Klimaanlage nicht der Kühlung des Gebäudes dient, bleiben die Leitungen warm und es bildet sich kein Kondenswasser. Ganz im Gegenteil: ein Lüftungssystem verhindert, dass sich in den Wohnräumen zu viel Feuchtigkeit sammelt und reduziert somit deutlich die Gefahr der Schimmelbildung. Auch die Lärmbelastung wird verringert, denn die Fenster können beim Lüften geschlossen bleiben. Möchte man sie trotzdem öffnen, kann das natürlich jederzeit gemacht werden. Um möglichst hohe Effizienz zu erreichen, sollte man sogar außerhalb der Heizperiode auf konventionelles Lüften mit offenen Fenstern zurückgreifen. Dadurch spart man nämlich die Stromkosten für den Betrieb des Ventilators. Während der Heizsaison stellt jedoch Lüftungsanlage die günstigere Variante dar - um nicht unnötig Energie zu verschwenden, sollten daher die Fenster in der kalten Jahreszeit nach Möglichkeit geschlossen bleiben.

Tipp: Im Winter ist die Raumluft durch das häufige Heizen besonders trocken. Dieses Problem lässt sich mit Hilfe eines Luftbefeuchters leicht lösen. Worauf Sie bei einem Luftbefeuchter achten sollten, erfahren Sie auf www.meinhaushalt.at

Die Kosten einer Lüftungsanlage sind nicht gerade gering und können je nach Einzelfall zwischen 5000 und 11.000 Euro betragen. Da es sich bei Lüftungssystemen immer um eine individuelle Lösung handelt, die von den Besonderheiten des Bauprojekts abhängig ist, sollte die Planung durch einen Experten durchgeführt werden. Am einfachsten ist es, eine derartige Anlage gleich in einem Neubau mit einer guten WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. zu installieren. Dezentrale Systeme können auch in Altbauten ohne große Probleme eingebaut werden, bei Zentralsystemen ist eine nachträgliche Installation allerdings sehr schwierig. Hat man sich für den Kauf einer Lüftungsanlage entschieden, sollte man besonders auf den WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. der Wärmerückgewinnung achten. Neben dem niedrigen Energieverbrauch stellt er einen entscheidenden Faktor für die Effizienz der Anlage dar und sollte nicht weniger als 80% betragen. Nachdem die Anlage eingebaut ist, muss eine Einregulierung durchgeführt werden - dies ist die Voraussetzung für einen effizienten Betrieb.

Damit eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einwandfrei funktioniert, ist regelmäßige Wartung durch Fachkräfte erforderlich. Des Weiteren darf die Luft nicht über Wärmebrücken entweichen, – die Gebäudehülle muss also luftdicht sein. Nur dann wird die Luft wirklich durch den WärmetauscherWärmetauscher (auch Wärmeübertrager) ist ein Gerät zur Übertragung der Wärme von einem Material auf ein anderes. Wärmetauscher ist ein wichtiger Bestandteil der Heizungstechnik und erwärmt z.B. das Brauchwasser oder das Wasser für die Heizungen. Die Wärmeübertragung kann auf drei unterschiedliche Weisen erfolgen: - direkt: die Stoffe kommen in Kontakt miteinander. - indirekt: die Stoffe sind durch eine wärmedurchlässige Wand getrennt. - halbdirekt: thermische Energie wird mit Hilfe eines Wärmespeichers übertragen. Dieser wird von zwei Stoffen abwechselnd erwärmt und gekühlt. geleitet und kostbare Energie gespart. Es empfiehlt sich außerdem, einen Schalter für die Volumenregelung einzubauen. So kann man den Luftaustausch einfach steuern und die Lüftungsanlage schnell auf kleinere Stufe stellen, wenn man z.B. nicht zu Hause ist.

Quellen:
http://www.energiesparhaus.at/energie/lueftung_planung.htm
http://www.oekologisch-bauen.info/heizung/lueftungsanlage.php