Programmierbare Thermostate – effektive Helfer beim Energiesparen

Veröffentlicht am 20. Dezember 2010 von Kristina Weber
Tags: Heizung

Auf Heizung entfallen in deutschen Haushalten rund drei Viertel des gesamten Energieverbrauchs. Vor allem im Winter laufen die meisten Heizkörper auf Hochtouren, was schnell teuer werden kann. Mit programmierbaren Thermostaten lassen sich die Heizkosten reduzieren, ohne dass man dabei auf die gewohnte Wärme und Behaglichkeit verzichten muss.

Das Funktionsprinzip der programmierbaren Thermostate ist einfach. Der Verbraucher kann nach seinem individuellen Bedarf einstellen, wann die Heizung hoch- oder runterfahren soll. So kühlt sie z.B. automatisch ab, wenn man tagsüber nicht zu Hause ist oder wärmt morgens das Bad angenehm vor. Somit wird die Wärme nur dann bereit gestellt, wenn man sie braucht. Die wertvolle Energie geht nicht unnötig verloren, wenn man beim Verlassen des Hauses vergessen hat, die Heizung abzustellen. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern kommt auch der Umwelt zugute. Und natürlich erhöhen diese kleinen Geräte den Wohnkomfort, denn sind sie einmal richtig eingestellt, muss man sich nicht mehr um das Temperaturregulieren kümmern.
Auch das Lüften stellt mit programmierbaren Thermostaten kein Problem dar. Die intelligente Technik merkt automatisch, wenn ein Fenster offen steht. Statt zu versuchen, den Temperaturabfall durch verstärktes Heizen auszugleichen, schaltet die Heizung für die Dauer des Lüftungsvorgangs ab. Sobald die Fenster zu sind und die Zimmertemperatur wieder ihr normales Niveau erreicht, wird das Heizen fortgesetzt.

Wer in seiner Abwesenheit die Raumtemperatur um ca. 4°C reduziert, kann laut Stiftung Warentest bis zu 10% Heizkosten sparen. Die Preise für programmierbare Thermostate liegen durchschnittlich zwischen 40 und 100 Euro.

Beim Kauf sollte man vor allem auf die Benutzerfreundlichkeit achten. Es muss möglich sein, das Gerät ohne großen Aufwand richtig zu programmieren. Ist der Thermostat falsch eingestellt, kann das Sparpotential nicht optimal ausgeschöpft werden. Außerdem ist es wichtig, den richtigen Anschlusstyp zu wählen, denn es gibt diese in zwei verschiedenen Ausführungen. Ist man sich nicht sicher, welcher Anschluss der richtige ist, empfiehlt es sich, den alten Thermostat mitzunehmen und dem Händler zu zeigen. Dieser kann dann schnell die passende Variante finden.
Dass die alten Thermostate ausgetauscht werden müssen, merkt man z.B. daran, dass sich diese nur schwer drehen lassen. Bleibt der Heizkörper immer gleich warm oder wird der Raum bereits bei niedrigen Temperaturstufen überhitzt, ist dies ein weiteres Signal für Handlungsbedarf. Wer zur Miete wohnt, muss die neuen Geräte nicht selbst kaufen - für funktionierende Thermostate zu sorgen gehört zu den Pflichten des Vermieters.

Quellen:
http://www.pressebox.de/pressemeldungen/co2online-ggmbh-gemeinnuetzige-beratungsgesellschaft/boxid/395711
http://www.haushaltsgeld.net/programmierbare-thermostate-fuer-den-heizkoerper-nutzen.html