Tipps zum Aufstellen eines Kaminofens

Veröffentlicht am 25. November 2010 von Kristina Weber
Tags: Tipps und Tricks

Wer in seiner Wohnung einen Kaminofen installieren möchte, sollte folgende Regeln beachten. Diese sorgen für Sicherheit und ermöglichen einen einwandfreien Kaminbetrieb.

  • Beim Aufstellen des Kamins muss ein ausreichender Abstand zu Wänden und Möbeln eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für einwandige Kamine – hier sind mindestens 40-60 cm zwischen dem Ofen und den brennbaren Gegenständen erforderlich. Bei doppelwandigen Varianten reichen in der Regel 20-30 cm aus. Im Strahlungsbereich des Feuerraums muss der Abstand mindestens 80 cm betragen.
  • Besteht der Boden aus brennbaren Materialien, so ist ein Funkenschutz notwendig. Vor dem Aufstellen des Kamins muss unbedingt eine feuerfeste Kaminofenplatte angebracht werden, die den Boden ausreichend abdeckt. Der geschützte Bereich muss mindestens 50 cm vor dem Ofen und 30 cm an den Seiten umfassen.
  • Auch die Decke über dem Kaminofen muss geschützt werden. Dies erreicht man am besten durch eine ca. 10 cm dicke Isolierschicht.
  • In den Wänden hinter dem Kaminofen dürfen keine Strom- oder Wasserleitungen verlegt werden, denn diese Wände können sich sehr stark erwärmen, was zu Beschädigungen führen kann.
  • Damit ein Feuer entstehen kann, ist Sauerstoff notwendig. Deshalb muss man für eine ausreichende Luftzufuhr sorgen. Früher war dies sehr einfach – die Luft konnte dem Wohnraum entnommen werden, denn durch Undichtheiten in Fenstern oder Türen kam stets frische Luft von außen in die Wohnung. In modernen Niedrigenergiehäusern ist jedoch eine externe Luftzufuhr erforderlich. Durch ein Luftsystem bezieht der Ofen die Luft von außen und wird somit raumluftunabhängig betrieben.
  • Es ist verboten, offene Kamine in Räumen aufzustellen, deren Fläche weniger als 12 qm beträgt. Auch in Treppenräumen sowie überall dort, wo leicht entzündliche Stoffe gelagert werden, ist die Installation eines Kamins nicht zulässig.
  • Vor dem Aufstellen des Kamins muss außerdem überprüft werden, ob die Bodenkonstruktion das Gewicht des Ofens aushält. Ist dies nicht der Fall, so müssen geeignete Maßnahmen zur Bodenverstärkung getroffen werden.
  • Ist der Ofen angeschlossen, muss er noch vom Schornsteinfeger freigegeben werden. Nach der Freigabe kann befeuert werden. Wichtig ist, dass man nicht zu viel Holz in die Feuerstelle legt, denn dann kann aufgrund des Sauerstoffmangels kein Feuer entstehen.
  • Grundsätzlich sollte man sich noch vor dem Kauf von einem Schornsteinfeger beraten lassen. Dieser prüft, ob sich der vorhandene Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens eignet, und kann wertvolle Tipps für den Einbau geben.

Quellen:
http://www.hoheka.eu/blog/tag/luftzufuhr-kamin/
http://www.feuer-designer.de/kamine/inhalt.htm
http://www.kaminholz-wissen.de/kaminofen-anschliessen.php