Unter Dach und Fach – Gütesiegel Effizienzhaus

Veröffentlicht am 28. September 2010 von Kristina Weber
Tags: Wissenswertes

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) macht es möglich: mit einem Blick sind energieeffiziente Wohnhäuser erkennbar und die Kollegen mit einem hohen Energiebedarf entlarvt.

Damit ist es Miet- und Kaufinteressenten schnell und leicht möglich zu prüfen, auf was sie sich einlassen. Im Gegenzug können Eigentümer, Bauträger und Wohnungsunternehmen ihre Häuser als Effizienzhaus propagieren. Private Hausbesitzer treten als Vorreiter auf, während gewerbliche Eigentümer wettbewerbliche Maßstäbe setzen.

Die Bezeichnung „Effizienzhaus“ wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfWKreditanstalt für Wiederaufbau. KfW ist eine staatliche Bank und bietet unter anderem zahlreiche Förderprogramme in Bereichen Bau, Wohnen und Energie. Gefördert wird z.B. die energetische Gebäudesanierung, Modernisierung von Wohnräumen oder der Bau von energiesparenden Gebäuden.) und der dena entwickelt, und steht für Gebäude mit einem niedrigen Energieverbrauch. Der maximal zulässige Energiebedarf des Effizienzhauses ist klar definiert. Es handelt sich somit um einen aussagestarken Standard, der dem Verbraucher die Einsparpotenziale anhand genau festgelegter Zahlen verdeutlicht.
Die Anforderungen entsprechen denen des Standards der KfWKreditanstalt für Wiederaufbau. KfW ist eine staatliche Bank und bietet unter anderem zahlreiche Förderprogramme in Bereichen Bau, Wohnen und Energie. Gefördert wird z.B. die energetische Gebäudesanierung, Modernisierung von Wohnräumen oder der Bau von energiesparenden Gebäuden. (passende Förderung im Programm „Energieeffizient bauen und sanieren“):

- Neubauten: Effizienzhaus 70 und 55
- Sanierte Altbauten: Effizienzhaus 100, 85, 70 und 55

(Zahlen beziehen sich als Prozentangaben auf die in der EnEVEnergieeinsparverordnung. Teil des deutschen Baurechts. Enthält technische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch. Siehe Energieeinsparverordnung. vorgeschriebenen Werte für Neubauten. D.h. ein Effizienzhaus 55 benötigt nur 55% des vorgegebenen Maximums an Energie.) Das KfWKreditanstalt für Wiederaufbau. KfW ist eine staatliche Bank und bietet unter anderem zahlreiche Förderprogramme in Bereichen Bau, Wohnen und Energie. Gefördert wird z.B. die energetische Gebäudesanierung, Modernisierung von Wohnräumen oder der Bau von energiesparenden Gebäuden.-Effizienzhaus 100 gilt per Definition in der Verordnung EnEVEnergieeinsparverordnung. Teil des deutschen Baurechts. Enthält technische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch. Siehe Energieeinsparverordnung. als Standardhaus.

Um das Effizienzhauslabel zu erhalten, muss man zuerst einmal die energetische Qualität seines Hauses mit dem Energieausweis nachweisen. Die dena prüft diese Unterlagen und legt dann den Labelstandard zwischen 55 und 100 fest. Hat man das alles geschafft, erhält man ein Zertifikat und eine hochwertige Plakette. Zusätzlich wird die Echtheit des Labels durch eine Identifikationsnummer garantiert.

Nur geprüfte Gebäude erhalten das Effizienzhauslabel. Die Bauträger oder Anbieter von Fertighäusern können allerdings auch vor der Baufertigstellung mit dem dena-Gütesiegel die Interessenten locken. Damit die Kunden sicher sein können, dass sie wirklich in ein energieeffizientes Haus investieren, verpflichtet sich der Anbieter vertraglich, die erforderlichen Standards einzuhalten und das fertige Haus von Experten prüfen zu lassen.
Das Gütesiegel kann bei dena mit einem Hausschild beantragt werden – so können die Hausbesitzer die Energieeffizienz ihres Hauses stolz auch Nachbarn und Freunden präsentieren und sensibilisieren diese gleichzeitig für das Energiesparen. Man kann sein Effizienzhaus auch in die Gebäudedatenbank der dena eintragen lassen. In dieser werden bereits über 1000 Häuser detailliert vorgestellt. Davon profitieren sowohl die Bauinteressenten, als auch die Architekten oder Handwerker. Die einen bekommen nämlich zahlreiche Anregungen und Tipps und die anderen zeigen ihr Know-how und haben die Chance, viele potentielle Kunden zu erreichen. Außerdem ermöglicht die Verknüpfung der Gebäudedatenbank mit einer Expertendatenbank jedem eine unkomplizierte Suche von Profis für sein Bau- oder Sanierungsprojekt.

Was ist zu beachten, wenn ein Gebäude zu einem Effizienzhaus werden soll? Für ein Effizienzhaus sind ein guter Wärmeschutz, eine effiziente Heizung, Warmwasserbereitung und eine kontrollierte Lüftungsanlage die entscheidenden Faktoren. Aber auch die Bauform, die Lage oder die Fenster können zur Reduktion des Energieverbrauchs beitragen. Ein energiesparendes Haus sollte zur Sonne ausgerichtet sein. Durch große Fenster bekommt man mehr Sonnenwärme und muss nicht so oft nachheizen. Ein dauerhafter Schatten wirkt sich dagegen negativ auf die Energieeinsparung aus. Außerdem sollte man sich für eine möglichst kompakte Bauform entscheiden, denn dadurch lässt sich ein optimales Verhältnis zwischen der wärmeabgebenden Oberfläche und dem Raumvolumen (A/V- Verhältnis) erreichen. Bei dem Dach sollte man darauf achten, dass eine möglichst große Fläche nach Süden ausgerichtet ist, um mehr Energie mit Hilfe von Solaranlagen gewinnen zu können.
Ein Effizienzhaus ist eine gute Investition für jeden, der Energie sparen und seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte. Und mit dem Gütesiegel von dena wird es nochmal leichter, sich für das richtige Angebot am Markt zu entscheiden.

Quellen:
http://effizienzhaus.zukunft-haus.info/guetesiegel-effizienzhaus/
http://www.dena.de/de/infos/presse/pm-archiv/pressemeldung/guetesiegel-effizienzhaus/