Wärmedämmstoffe im Überblick

Veröffentlicht am 22. Oktober 2010 von Kristina Weber
Tags: Wärmedämmung

Gute WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. hilft nicht nur dabei Heizkosten zu reduzieren, sondern verringert auch die Umweltbelastung. Vor allem zur Isolation der Tür-, Fenster- und Dachansatzbereiche sollte man qualitativ hochwertige Dämmstoffe verwenden, da somit Wärmebrücken vermieden werden können.
Dabei gibt es verschiedene Arten von Wärmedämmstoffen. Diese zeichnen sich durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Isolierstoffe aus. Welchen Dämmstoff man im Einzelfall wählen sollte, entscheidet der geplante Einsatzbereich.

Mineralwolle

Sehr verbreitet ist heute die Mineralwolle. Sie gehört zu den anorganischen Dämmstoffen, ist nicht brennbar und wird aus Glas- oder Steinwolle hergestellt. Es gibt sie in vielen Ausprägungen mit unterschiedlichen Eigenschaften, so dass dieser Dämmstoff im gesamten Haus eingesetzt werden kann. Sie ist resistent gegen Feuchtigkeit und erfüllt die Brandschutzanforderungen. Nicht ganz unbedenklich ist sie jedoch im Hinblick auf den gesundheitlichen Aspekt. Es ist deshalb wichtig, nur geprüfte Mineralwolle zu verwenden – diese erkennt man an dem RAL-Gütezeichen.

Vakuumisolationspaneele

Die Dämmweise der Vakuumisolationspaneele basiert auf der schlechten Leitfähigkeit des Vakuums. Vakuumisolationspaneele bestehen aus porösen Materialien sowie einer luftundurchlässigen Folie; im Inneren entsteht ein Vakuum.
Wesentliche Vorteile der Vakuumisolationspaneele sind ihr geringer Platzbedarf und eine sehr gute isolierende Wirkung. Der damit verbundene hohe Kostenaufwand ist dabei als Nachteil zu sehen. Vakuumisolationspaneele werden vorgefertigt geliefert und können dadurch vor Ort nicht mehr angepasst werden. Aus diesem Grund muss man bei der Planung und Fertigung besonders sorgfältig vorgehen. Eine einwandfreie Verarbeitung ist auch sehr wichtig um das Risiko der Schimmelbildung zu reduzieren. Dieses ist dadurch gegeben, da der Dämmstoff weder Wasser noch Wasserdampf durchlässt.

Ökologische Dämmstoffe

Mit dem steigenden Umweltbewusstsein der Hausbesitzer werden immer öfter ökologische Wärmedämmstoffe, d.h. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, eingesetzt. Diese bieten eine ganze Reihe von Vorteilen: sie sind nicht gesundheitsgefährdend, eignen sich zum Recyceln und zeichnen sich durch ihre umweltfreundliche Herstellung aus. Die Wärmeleitfähigkeit dieser Stoffe beträgt einen Wert zwischen 0,04 und 0,045 W/mK. Ökologische Dämmstoffe werden z.B. aus Hanf, Schafwolle, Zellulose, Kokos, Kork, Stroh, Holz oder Wiesengras gefertigt. Allerdings könnte der Einsatz dieser Stoffe in Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung problematisch sein. Auch überall dort, wo erhöhter Brandschutz notwendig ist, sollte man eine sicherere Alternative suchen.

Transparente WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. (TWD)

Während die oben genannten Dämmstoffe Energieverluste an die Umgebung reduzieren sollen, erfüllt die transparente Fassadendämmung noch eine weitere Aufgabe: sie nutzt das Sonnenlicht, um daraus Heizenergie zu erzeugen. TWD besteht aus mehreren Schichten. Die transparente Außenschicht lässt die Sonnenstrahlen durch und leitet diese zu den darunterliegenden Kapillarplatten. Die Kapillarplatten leiten das Licht zur nächsten Schicht - dem schwarzen AbsorberBestandteil einer thermischen Solaranlage. Dient dazu die im Sonnenlicht enthaltene Energie zu sammeln und in Wärme umzuwandeln. , mit dessen Hilfe aus Sonnenenergie Wärme erzeugt wird. Die Wände werden also von außen erwärmt, was dazu führt, dass diese Wärme zeitlich versetzt in die Räume gelangt. So kann es im Haus auch am Abend angenehm warm bleiben. Nachteilig sind bei TWD die deutlich höheren Kosten als bei den meisten herkömmlichen Wärmedämmstoffen.

Wärmedämmputz

Der Wärmedämmputz eignet sich für die nachträgliche Erhöhung der WärmedämmungReduzierung der Wärmeverluste eines Gebäudes. Entscheidend ist für die Wärmedämmung neben der Bauweise der Einsatz von Dämmstoffen. Man unterscheidet Innen-, Außen- und Kerndämmung. Als Kerndämmung wird die Form der Wärmedämmung der Außenwände bei zweischaligen Mauerwerken bezeichnet. einer Fassade. Dieses Dämmmittel wird bereits seit über 30 Jahren verwendet. Heute wird es vor allem bei denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt. Seine Dämmwirkung ist eher gering und hängt in wesentlichen davon ab, wie dick und gleichmäßig die Putzschicht aufgetragen wurde. Der Wärmedämmputz besteht aus einem Grundputz und Zuschlagstoffen (z.B. Zement, Kalk, Polystyrolkugeln, Perlite, Erdöl). Aufgrund seiner geringen Isolierfähigkeit sollte er nur dann verwendet werden, wenn effektivere Wärmedämmstoffe - z.B. aus technischen Gründen - nicht zum Einsatz kommen können.

Quellen:

http://www.thema-energie.de/bauen-modernisieren/waermedaemmung/daemmstoffe/transparente-waermedaemmung-twd.html
http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Daemmstoffe_1.-Historische-Entwicklung-von-Daemmstoffen_152220.html
http://www.thema-energie.de/bauen-modernisieren/waermedaemmung/daemmstoffe/daemmstoffe.html
http://www.thema-energie.de/bauen-modernisieren/waermedaemmung/daemmstoffe/mineralwolle.html