Wärmepumpen - Vorteile gegenüber herkömmlichen Heizsystemen
Für die Erzeugung von Wärme wird in deutschen Haushalten die meiste Energie aufgewendet. Jeder will es im Winter in seinen vier Wänden warm haben und sich wohlfühlen. Aber in Zeiten steigender Energiepreise, dem Wissen um die Endlichkeit fossiler Brennstoffe und vor dem Hintergrund der Klimaproblematik, müssen neue, umweltschonende und wirtschaftliche Technologien zur Energieversorgung genutzt werden.
Eine Variante ist dabei die Nutzung von Umweltwärme mittels einer Wärmepumpe. Die vorhandene Energie in Luft, Wasser oder Erdreich wird mit der Wärmepumpe in nutzbare Heizwärme umgewandelt. Für diesen Prozess benötigt die Wärmepumpe Antriebsenergie, meist in Form von elektrischem Strom. Die Effizienz einer Wärmepumpe lässt sich mit der JahresarbeitszahlJahresarbeitszahl - JAZ
Kritierum zur Beurteilung der Effizienz von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen. Nur im Betrieb bestimmbar.
Abgegebene Heizenergie / aufgenommene, elektrische Verdichterenergie
Die Jahresarbeitszahl betrachtet das Verhältnis der abgegebenen Wärmeenergie zu der aufgewandten elektrischen Energie über das ganze Jahr hinweg. Damit ist sie geeignet Aufschluss über die energetische Gesamtbewerbung zu geben.
darstellen. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis der erzeugten Nutzwärme und der aufgewendeten elektrischen Energie. Bei einer Leistungszahl von 4 ergeben ein Viertel Antriebsenergie und drei Viertel Umweltenergie einen Teil Heizwärme. Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe richtet sich also nach deren Heizleistung. Bei einer Wärmeleistung von 7,8 kW und einer Leistungszahl von 4,4 beträgt die Leistungsaufnahme etwa 1,78 kW. Je geringer also der Temperaturunterschied zwischen Umweltwärme und benötigter Heizwärme ist, umso kleiner ist der Antriebsenergie-Anteil. Dies wiederrum steigert die Effizienz der Anlage.
Gegenüber herkömmlichen Heizanlagen hat die Wärmepumpe viele Vorteile. Umweltwärme ist praktisch unbegrenzt vorhanden. Es wird kein Platz für die Brennstofflagerung mehr benötigt und das Heizsystem kommt ohne Schornstein aus. Mit einer Wärmepumpe nutzt man die Energie in unmittelbarer Nähe und ist nicht mehr abhängig vom Import fossiler Brennstoffe. Öl- und Gaspreiserhöhungen spielen keine Rolle mehr. Bei einer gut geplanten Wärmepumpe sind die Wartungskosten deutlich geringer als bei einem Öl- oder Gaskessel. Für eine hohe Energieausbeute sind aber einige Dinge unbedingt zu beachten. Dazu gehört eine optimale Anlagenplanung und Auslegung des Gesamtsystems. Wärmepumpen arbeiten besonders effektiv, wenn die VorlauftemperaturTemperatur des wärmeübertragenden Mediums nach dem Erhitzen durch eine Wärmquelle, welche in das Verteilersystem eingeführt wird. z.B.: Temperatur des hinfließenden Wassers zur Heizfläche, z.B. Heizkörper (vom Kessel). Bei Fehlen eines Heizungsmischers entspricht sie der Temperatur des Kesselwassers. im Heizsystem niedrig ist. Ideal eignen sich daher Fußboden- und Wandheizungen. Nicht zu vergessen ist auch die Förderung von Wärmepumpen. Der Bund unterstützt derzeit den Einbau von Wärmepumpen im Gebäudebestand mit bis zu 2.400 € im Einfamilienhaus. Die Förderung richtet sich nach der Anzahl der Wohneinheiten im Gebäude und kann bis zu 6.000 € im Mehrfamilienhaus betragen.
Neben der staatlichen Förderung bieten aber auch oft regionale Energieversorgungsunternehmen Vergünstigungen oder Sondertarife an. Aber auch eine Wärmepumpe kaufen kann man mittlerweile recht preiswert. Es gibt Anbieter die Wärmepumpen über das Internet vertreiben. Da hier in der Regel die Beratung entfällt werden die Wärmepumpen entsprechend günstig angeboten.
