Die Dämmung des Dachbodens
Durch Dämmung des Daches werden erhebliche Wärmeverluste vermieden. Doch diese Maßnahme zur energetischen Sanierung ist aufwändig und kostspielig. Eine gute Alternative zur kompletten Dachdämmung bietet die Dämmung der obersten Geschossdecke. Wer sein Haus verkaufen oder vermieten möchte, für den ist diese Energiesparmaßnahme Pflicht. Seit dem 1. Januar 2012 müssen Bauherren bzw. Eigentümer entweder beim Neubau eine entsprechende Bodendämmung anbringen oder bestehende Gebäude nachrüsten. Aber auch Hausbesitzer, die ihr Eigenheim selbst bewohnen, profitieren davon. In Zeiten ständig steigender Energiepreise amortisieren sich die Ausgaben für die Installation von Dämmplatten relativ schnell. Wer handwerklich geschickt ist, kann eigenhändig diese Art der Bodendämmung anbringen, sollte sich aber Gedanken über das geeignete Material für die Dämmung machen.
Verschiedene Dämmplatten im Überblick
Hartschaumplatten lassen sich vielseitig im Innen- oder Außenbereich einsetzen. Herkömmliche Styropor-Platten aus expandiertem Polystyrol (EPS) punkten durch geringes Gewicht und leichte Verarbeitung, sind jedoch nicht trittfest. Soll der Dachboden begehbar sein, muss man sie abdecken zum Beispiel mit druckfesten Holzfaserplatten für Fußböden. Diese Holzfaser-Dämmplatten können auch in Kombination mit Nass- oder Trockenestrichen verlegt werden. Eine Alternative zu solchen Kombinationslösungen bieten druckfeste Styrodur-Hartschaumplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS). Sie sind zwar teurer und schwerer als Styropor, halten durch ihre hohe Dichte jedoch größeren Belastungen stand und nehmen weniger Feuchtigkeit auf. Dämmplatten aus Glaswolle sind elastisch und druckfest zugleich. Bei der Verlegung auf schwimmendem Nassestrich lassen sich bis zu 2 cm an Höhe einsparen im Vergleich zu ESP-Schaumplatten. Steinwolle erreicht bei relativ geringer Schichtdicke ebenfalls gute Werte bei der Trittschalldämmung, kann aber auch in Trockenestriche eingebaut werden. Stein- und Glaswolle sind nicht brennbar und nicht hygroskopisch (binden keine Feuchtigkeit aus der Umgebung).
Dachboden selbst Dämmen
Wenn der Dachboden nicht betreten wird muss eine Dämmstoffschicht mit 140 -160 cm ausgelegt werden. Die einzelnen Matten oder Platten werden vollflächig, bei einer Ecke beginnend ausgelegt. Mit Hilfe eines Cutters lässt sich nicht druckfestes Dämmmaterial gut zuschneiden. Wird jedoch der Dachboden genutzt muss eine zusätzliche trittfeste Schicht mit Holzwerkstoffplatten ausgelegt werden. Die Dämmmatten werden hierbei zwischen entsprechend dicken Kanthölzern geklemmt. Diese Kanthölzer sollten wiederum mit Dämmstreifen unterlegt werden. Darüber schrauben Sie die OSB- oder Spanplatten. Hersteller wie Schwenk Dämmtechnik, die für Dämmung bekannt ist, bieten Verbund-Dämmplatten an, die schon mit begehbaren Platten beklebt sind. Diese besitzen eine Nut- und Federverbindung und können deshalb einfach verlegt werden. Achtung auf manche Dachböden müssen Sie eine Dampfbremse unter der Dämmung auslegen.
