Unterer Abbrand

Bei dieser Technik werden die Heißgase nicht nach oben abgeführt. Stattdessen breiten sich die Flammen unterhalb des Feuerraumbodens oder zur Seite hin aus. Durch dieses Prinzip nimmt immer nur die unterste Schicht des Brennstoffbettes an der Verbrennung teil. Die entstehenden Brenngase werden durch einen Gebläsezug in eine unten oder seitlich liegende Brennkammer gelenkt, wo sie unter Zugabe von Sekundärluft nachverbrennen. Die Füllmenge des Brennstoffschachtes ist hier für den Verbrennungsablauf weitgehend unerheblich. Das Holz, welches über der Glut liegt, dient als Brennstoffreserve und rutscht selbstständig nach, was einen kontinuierlichen Brennstoffnachschub ermöglicht. Damit sind große Füllvolumina und eine Abbranddauer von bis zu 5 Stunden möglich. Dank der verbesserten Anpassung der Verbrennungsluftmenge kann ein guter Ausbrand und eine hohe Verbrennungsqualität erreicht werden. Nachteile hierbei sind das fehlende Flammenspiel, die notwendige Zwangsbelüftung und die Tatsache, dass diese Technik nur für stückiges Holz oder sehr grobes Hackgut geeignet ist. Darüber hinaus gestaltet sich das Nachfüllen in der Hauptabbrandphase schwierig und die Gefahr eines Lochbrandes besteht.

Dr. agr. Hans HARTMANN; Dipl.-Ing. (FH) Klaus REISINGER; Dipl. Ing. agr. Klaus THUNEKE; Dipl. Forstwirt Dipl. Ing. (BA) Alexander HÖLDRICH; Dipl. Phys. Paul ROßMANN; Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (Hrsg.) : Handbuch Bioenergie Kleinanlagen. 2. Auflage, 2007. – S. 77 f

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