Kaminofen

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Ein Kaminofen (auch Schwedenofen) dient der Raumbeheizung und sorgt wie keine andere Heizungsart für eine gemütliche Atmosphäre im Haus. Die Wärme wird an den Raum in Form von Strahlung und KonvektionÜbertragung von Wärme in einer Materie (z.B. Luft). Konvektion kann in Gasen oder Flüssigkeiten entstehen und hat ihre Ursache z.B. in Dichte,- Druck, oder Temperaturunterschieden. abgegeben. Ein Kaminofen erwärmt die Raumluft sehr schnell und ist nicht für die Wärmespeicherung geeignet. Um die Wohnung über einen längeren Zeitraum zu beheizen, muss also regelmäßig neuer Brennstoff nachgelegt werden. Im Unterschied zu einem Kamin wird ein Kaminofen nicht in das Mauerwerk integriert, sondern steht meist frei im Raum.

Konstruktionsprinzip eines Kaminofens

Kaminöfen werden oft aus Stahl oder Gusseisen hergestellt und verfügen über eine geschlossene Brennkammer. Die meisten Kaminöfen besitzen eine Glasscheibe, die eine freie Sicht auf das Feuer ermöglicht. Mittels eines speziellen Ofenrohrs wird der Kaminofen an den Schornstein angeschlossen, so dass die Verbrennungsgase direkt nach draußen geleitet werden. Die Ausgestaltung des Brennraums und die Art der Belüftung hängen von dem jeweiligen Abbrand ab. Die Kaminöfen gibt es in unterschiedlichsten Verkleidungsvarianten (z.B. Keramik, Marmor oder Naturstein) und Designs, wodurch sie den Raum optisch sehr aufwerten können.

Wasserführender Kaminofen

Wasserführende Kaminöfen beheizen nicht nur das Zimmer, in dem sie aufgestellt sind, sondern werden an die Zentralheizung angeschlossen und unterstützen somit die Wärmeversorgung im ganzen Haus. Die erzeugte thermische Energie wird mittels eines Wärmetauschers an das Heiz- oder Brauchwasser übertragen. Gleichzeitig sorgt ein wasserführender Kaminofen dafür, dass der Aufstellungsraum nicht überhizt. Für wasserführende Kaminöfen ist ein WirkungsgradVerhältnis zwischen Eins und Ertrag (nutzbare zu aufgewendeter Energie). Man unterscheidet - Feuerungswirkungsgrad - Normnutzungsgrad - Jahresnutzungsgrad - Leistungszahl Wirkungsgrad bei Wärmepumpen: punktuell bestimmtes Maß für die tatsächlich aufgewendete Energie. Meist geschieht dies im optimalen Betriebszustand und daher liegt der Wirkungsgrad normalerweise über dem Nutzungsgrad. von mindestens 60% vorgeschrieben.

Kamineinsätze bis zu 92% Wirkungsgrad

Luftzufuhr

Damit das Holz im Kaminofen brennen kann, ist eine ausreichende Luftzufuhr notwendig. In unsanierten Altbauten kann die Luft direkt aus dem Wohnraum bezogen werden, weil hier durch Undichtheiten an Türen und Fenstern stets ein Luftaustausch stattfindet. Da die modernen Niedrigenergiehäuser aber nahezu luftdicht gebaut werden, kann die notwendige Verbrennungsluft nicht mehr dem Zimmer entnommen werden. Dieses Problem wird durch eine externe Luftzufuhr gelöst. Dabei wird die Luft über ein spezielles Luft-Abgas-System direkt von draußen bezogen und dem Kamin zugeführt. Diese Betriebsweise des Kaminofens wird als raumluftunabhängig bezeichnet.

Kosten eines Kaminofens

Kaminöfen gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Günstige Varianten können beim Baumarkt bereits für ca. 300 Euro erworben werden, Qualitätsmodelle aus dem Fachhandel kosten dagegen oft mehrere Tausend Euro. Außerdem müssen in die Kalkulation die Installationskosten mit einbezogen werden, denn aus Sicherheitsgründen sollte das Anschließen des Kaminofens einer Fachfirma überlassen werden.